Stürze im Pflegeheim sind bei älteren Leuten Alltag und führen oft zu unterschiedlichen Knochenbruchmustern, die auf die Sturzmechanik und Knochengesundheit hinweisen. Hier lernst du echte Infos über Bruchtypen, Häufigkeiten und Alarmzeichen kennen.
Ungefähr ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal pro Jahr – und bei 20 % ist das Ergebnis so heftig, dass eine medizinische Versorgung nötig wird.
Frakturen treten bei weniger als 10 % dieser Stürze auf, verursachen aber oft langwierige Pflegebedürftigkeit.
Das Knochenbruchmuster zeigt, ob es ein einfacher Aufprall war oder schwaches Knochengewebe dahintersteckt.
Spiralfrakturen entstehen durch Drehkräfte – zum Beispiel, wenn der Fuß im Teppich hängen bleibt und der Körper weiterfällt.
Bei Senioren sieht man das oft am Schienbein oder Oberarm.
Solche Knochenbruchmuster deuten klar auf eine Verdrehung beim Sturz hin.
Querfrakturen verlaufen rechtwinklig durch den Knochen.
Entsteht meist bei direktem Aufprall, z. B. Schienbein gegen Bettrahmen.
Auf dem Röntgenbild wirkt der Bruch wie eine glatte Line, typisch an Oberschenkel und Unterarm.
Diese Brüche passieren fast ohne Sturz, weil Knochen zu porös sind.
Vor allem in Becken, Kreuzbein und Wirbelsäule bei Osteoporose-Patienten.
Symptome ähneln Rückenschmerzen, was Diagnose verzögert.
Osteoporose erhöht das Risiko für Insuffizienzfrakturen massiv.
Seitlicher Sturz führt eher zu Hüftfrakturen, Vorwärtsfallen eher zu Arm- oder Handgelenksbrüchen.
Beruhigungsmittel steigern Sturzgefahr durch Gleichgewichtsstörung.
Passt die Unfallgeschichte nicht zum Knochenbruchmuster, sollte man genauer prüfen.
Ein Bewohner, der kaum mobil ist, und trotzdem Spiralfraturen hat, wirft Fragen zur Pflegequalität auf.
In solchen Fällen muss man Dokumentation und Umstände sofort untersuchen.
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