Steroidinjektion im Sprunggelenk

Die Knöchel-Steroid-Injektion wird als Behandlungsoption bei chronischer Kapsulitis eingesetzt, die viele Jahre später durch ein Trauma oder einen Bruch verursacht werden kann.

Eine chronische Kapsulitis des Sprunggelenks ist durch Schmerzen an der Vorderseite oder im Inneren des Sprunggelenks gekennzeichnet; CP: eher passive Plantarflexion als Dorsalflexion mit hartem Endgefühl.

Benötigte Ausrüstung

  • Spritze: 2,5 ml
  • Nadel: Blau, 23 Gauge, 1,25 Zoll (30 mm)
  • Kenalog 40: 30 mg
  • Lidocain: 1,75 ml, 2 %
  • Gesamtvolumen: 2,5 ml

Verwandte Anatomie

Der einfachste und sicherste Einstiegspunkt zum Sprunggelenk ist die Verbindung von Schien- und Wadenbein, direkt oberhalb des Talus. Hier lässt sich ein kleiner dreieckiger Raum ertasten.

Knöchel-Steroid-Injektionstechnik

  • Der Patient liegt mit um 90 Grad gebeugtem Knie und leicht plantarflektiertem Fuß.
  • Identifizieren und markieren Sie einen kleinen dreieckigen Raum, indem Sie den Knöchel passiv beugen und strecken und dabei die Lücke zwischen der Basis von Schien- und Wadenbein abtasten.
  • Führen Sie hier die Nadel leicht nach medial und proximal abgewinkelt in den Gelenkraum ein.
  • Depotlösung als Bolus.

Übermäßige Belastungsaktivitäten sollten vermieden werden, bis die Symptome nachlassen. Weisen Sie den Patienten darauf hin, dass eine starke Überbeanspruchung zu einem Wiederauftreten der Symptome führt und dass Langstreckenläufe daher eingeschränkt werden sollten.

Außerdem wird eine Gewichtskontrolle empfohlen und das Schuhwerk sollte beurteilt werden, um eine korrekte Unterstützung zu gewährleisten. Oft tragen entsprechende Einlagen dazu bei, ein schmerzfreies Gehen aufrechtzuerhalten. Beginnen Sie mit der passiven Gelenkmobilisierung und Kräftigung der Dorsalflexoren und Evertoren und beurteilen Sie das Muskelgleichgewicht um das Knöchel herum, da dies oft ein Faktor ist, der dazu beiträgt.

Notizen

  • Zur Steuerung der Knöchelinjektion werden Ultraschall und Durchleuchtung eingesetzt. Das Sprunggelenk kann von dorsal erreicht werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Arterie dorsalis pedis zwischen den Sehnen des Tibialis anterior und des Musculus extensor digitorum vermieden wird. Die Verwendung von Ultraschall erleichtert die Schonung der Sehnen. Die Ultraschallsonde kann zur Unterstützung der Nadelplatzierung längs oder quer positioniert werden. Für den Zugang zum Gelenk gibt es zwei Möglichkeiten: anterior-medial oder anterolateral.
  • Das Sprunggelenk verursacht selten Probleme, außer nach einem schweren Trauma oder einer Fraktur, und dann oft noch viele Jahre später.
  • Die Knöchel-Steroid-Injektion führt häufig zu einer einigermaßen anhaltenden Schmerzlinderung, sofern eine übermäßige Belastung vermieden wird.
  • Die Steroidinjektion des Knöchels kann bei Bedarf in Abständen von mindestens 3 Monaten mit einer jährlichen Röntgenuntersuchung zur Überwachung degenerativer Veränderungen wiederholt werden.

Referenzen

  1. Injektionstechniken in der Medizin des Bewegungsapparates. Ein praktisches Handbuch für Ärzte in der Primär- und Sekundärversorgung. Fünfte Auflage
  2. Drakonaki ee, Allen GM, Watura R. Ultraschallgesteuerte Intervention im Knöchel und Fuß. BR J Radio. 2016;89(1057):20150577. DOI: 10.1259/bjr.20150577. EPUB 5. November 2015. PMID: 26537692; PMcid: PMC4985963 .

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