Transfemorale Amputation

Bei der Oberschenkelamputation oder Oberschenkelamputation handelt es sich um einen Eingriff zur Entfernung der verletzten Gliedmaße, die hauptsächlich auf traumatische Ereignisse, Krebs oder Gefäßerkrankungen zurückzuführen ist.

Verfahrensschritte bei der Oberschenkelamputation

  • Positionieren Sie den Patienten in Rückenlage auf dem Operationstisch und führen Sie die Operation unter Blutstillung mittels Tourniquet durch.
  • Beginnen Sie proximal auf der erwarteten Höhe des Knochenabschnitts und zeichnen Sie gleich große vordere und hintere Hautlappen. Die Länge jedes Lappens sollte mindestens die Hälfte des anteroposterioren Durchmessers des Oberschenkels auf dieser Höhe betragen. Atypische Lappenplastiken werden immer einer Amputation auf höherer Ebene vorgezogen.
  • Gestalten Sie den vorderen Lappen mit einem Einschnitt, der in der Mitte der medialen Seite des Oberschenkels auf Höhe des erwarteten Knochenabschnitts beginnt. Der Einschnitt verläuft in einer sanften Kurve nach distal und seitlich, kreuzt die vordere Seite des Oberschenkels auf der wie zuvor festgestellten Höhe und krümmt sich nach proximal, um auf der seitlichen Seite des Oberschenkels gegenüber dem Ausgangspunkt zu enden
  • Gestalten Sie den hinteren Lappen auf ähnliche Weise
  • Die Hautschnitte durch das Unterhautgewebe und die tiefe Faszie vertiefen und die Lappen proximal bis zur Höhe des Knochenabschnitts zurücklegen.
  • Teilen Sie den Quadrizepsmuskel und seine darüber liegende Faszie entlang der Linie des vorderen Einschnitts und ziehen Sie ihn proximal bis zur Höhe des vorgesehenen Knochenabschnitts als myofaszialen Lappen zurück.
  • Die Oberschenkelarterie und -vene im Femurkanal auf der medialen Seite des Oberschenkels auf Höhe des Knochenabschnitts identifizieren, einzeln ligieren und durchtrennen. Das Periost des Femurs umlaufend einschneiden und den Knochen mit einer Säge unmittelbar distal des Periostschnitts durchtrennen.
  • Glätten Sie mit einer scharfen Raspel die Kanten des Knochens und glätten Sie die anterolaterale Seite des Femurs, um den Einheitsdruck zwischen dem Knochen und den darüber liegenden Weichteilen zu verringern.
  • Identifizieren Sie den Ischiasnerv direkt unterhalb der Oberschenkelmuskulatur, ligieren Sie ihn gut proximal zum Ende des Knochens und durchtrennen Sie ihn knapp distal der Ligatur.
  • Teilen Sie die hinteren Muskeln quer, sodass sich ihre Enden auf die Höhe des Knochenabschnitts zurückziehen, und entfernen Sie das Bein
  • Isolieren und schneiden Sie alle Hautnerven, sodass sich ihre abgeschnittenen Enden gut proximal zum Ende des Stumpfes zurückziehen. Spülen Sie die Wunde mit Kochsalzlösung, um den gesamten Knochenstaub zu entfernen.
  • Befestigen Sie die Adduktor- und Oberschenkelmuskulatur durch mehrere kleine Löcher, die unmittelbar proximal zum Ende des Femurs gebohrt werden, mit nicht resorbierbaren oder resorbierbaren Nähten am Knochen. Die Muskeln sollten unter leichter Spannung befestigt werden.
  • Lassen Sie an diesem Punkt das Tourniquet los und sorgen Sie für eine sorgfältige Blutstillung.
  • Führen Sie die „Quadrizepsschürze“ über das Ende des Knochens und nähen Sie die Faszienschicht an die hintere Faszie des Oberschenkels. Schneiden Sie dabei überschüssige Muskeln oder Faszien ab, um eine saubere, feste Annäherung zu ermöglichen.
  • Führen Sie Saugdrainageschläuche aus Kunststoff unter den Muskellappen und die tiefe Faszie ein und führen Sie sie durch die laterale Seite des Oberschenkels 10 bis 12,5 cm proximal des Stumpfendes heraus.
  • Nähen Sie die Hautränder mit Einzelknopfnähten aus nicht resorbierbarem Material an.

Referenzen und mehr

  1. Campbels Buch „Operative Orthopädie“, 12. Auflage.
  2. Bell JC, Wolf EJ, Schnall BL, Tis JE, Potter BK. Oberschenkelamputationen: Gibt es einen Einfluss der Stumpflänge und -orientierung auf den Energieverbrauch? Clin Orthop Relat Res. 2014 Okt;472(10):3055-61. doi: 10.1007/s11999-014-3630-x. PMID: 24752912; PMCID: PMC4160504. Veröffentlicht
  3. Bell JC, Wolf EJ, Schnall BL, Tis JE, Tis LL, Benjamin KPM. Oberschenkelamputationen: Die Auswirkung der Restgliedlänge und -orientierung auf die Ergebnismaße der Ganganalyse J Bone Joint Surg Am. 2013;95:408–414. doi: 10.2106/JBJS.K.01446. PubMed

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